Investoren legen Windpark bei Böblingen auf Eis
Kreis Böblingen: Zur Bebauung wird größerer Abstand nötig.
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Auf Beschluss der Regionalversammlung der Region Stuttgart wird die für die Windenergienutzung vorgesehene Fläche BB-14 deutlich verkleinert. Die Partner der Stadtwerke Böblingen, Stadtwerke Stuttgart und Sowitec haben daraufhin entschieden, ihre laufenden Windpark-Planungen an dem Standort vorerst einzustellen. Konkret geht es um den Abstand zum Böblinger Stadtteil Diezenhalde, der von 800 auf 1200 Meter vergrößert wird.
„Wir mussten auf der Grundlage der Entscheidung der Regionalversammlung die Lage neu bewerten“, sagt Christine Tomschi, Geschäftsführerin der Stadtwerke Böblingen. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine weitere Verfolgung des Projekts Windpark BB-14 für uns nicht sinnvoll.“
Drei Windenergieanlagen wären unter den neuen Rahmenbedingungen wohl noch möglich. Dies sei aber abhängig davon, wie sich die drei Kommunen Böblingen, Ehningen und Holzgerlingen bezüglich ihrer weiteren Beteiligung entscheiden. Auch müssten bei einer Verschiebung von Standorten zentrale Gutachten neu erstellt werden.
Christine Tomschi möchte den Kommunen nun erst einmal Zeit geben, in ihren Gremien Beratungen durchzuführen. „Wir nehmen die Projektarbeit erst wieder auf, wenn die Interessen und Absichten der Kommunen klar und die neuen Förderregeln für die Windenergie bekannt sind“, führt die Geschäftsführerin weiter aus. Holger Techert, Projektleiter bei den Stadtwerken Stuttgart, ergänzt: „Wir gehen davon aus, dass wir die ausgewählten Partner vor Ort bleiben. Vielleicht ergibt sich doch noch einmal die Chance, mit unseren Windenergieplanungen einen Beitrag für den Klimaschutz, die Energiesouveränität und die Wertschöpfung vor Ort zu leisten“(GB-Foto/Symbolbild: Massimo Cavallo/stock.adobe.com).